HNR – Hydraulic Noise Reduction

HNR – Hydraulic Noise Reduction

Konzepte zur Reduktion der vom Hydrauliksystem ausgehenden Lärmemission

 

Fachgebiet:

Hydraulische Energieversorgung

Status:

Beendet

Mitarbeiter:

A. Waitschat, C. Dunker

Startdatum:

01. Januar 2012

Enddatum:

31. März 2015

In heutigen Verkehrsflugzeugen ist die hydraulische Energieversorgung essentieller Bestandteil für die Aktuatorik der primären und sekundären Flugsteuerung, Fahrwerke, Bremsen und Türbetätigung. Aufgrund ihrer Arbeits- und Funktionsweise sind Hydrauliksysteme besonders anfällig für Lärmemissionen. Der als Lärm empfundene Luftschall wird dabei durch die Abstrahlung von Körperschall und Luftschall der Systemkomponenten hervorgerufen. In Hydrauliksystemen treten außerdem Druck- und Volumenstrompulsationen auf, die als Flüssigkeitsschall bezeichnet werden. Dieser breitet sich im Leitungssystem aus und bewirkt als Wechselbelastung die Körperschallanregung der umgebenden Bauteile. Die Hauptursache für das Auftreten von Flüssigkeitsschall ist der nichtkontinuierliche Fördervorgang von Pumpen. Die entstehenden Druckpulsationen können neben der Geräuschemission auch die Funktion und Zuverlässigkeit des Hydrauliksystems negativ beeinträchtigen.

Im Rahmen des Luftfahrtforschungsprogramms LuFo IV-4 der Bundesregierung wird das Verbundvorhaben ELENA durchgeführt. Teil des Vorhabens ist das Projekt HNR, in welchem Konzepte zur Lärmminderung in Flugzeug-Hydrauliksystemen untersucht werden. Ziel von HNR ist die Entwicklung von adaptiven Pulsationsdämpfern und einer zugehörigen Applikationsmethodik für den gezielten Einsatz in Flugzeugen, deren Leichtbauweise besondere Anforderungen an die System- und Dämpferauslegung stellt. Am Institut für Flugzeug-Systemtechnik wird das Projekt HNR als Nachfolge und Erweiterung des Projektes AND geführt, dessen Zielsetzung in der Entwicklung aktiver Dämpfungskonzepte bestand.

Gemeinsam mit den Kooperationspartnern AIRBUS und HYDAC Technology GmbH werden im Projekt HNR folgende Teilaspekte betrachtet:

  • Hydrauliksystemuntersuchung und Dämpferpotentialabschätzung
  • Referenzsystem- und Dämpferspezifikation
  • Modellbildung und Simulation
  • Auslegungsmethodik und Anwendungsstandardisierung
  • Experimentelle Validierung an einem Fluidschallprüfstand